Kaspar Honegger

... Pionier für Bahnbrechende Veränderungen

in der Textilmaschinen Industrie

Zur damaligen Zeit

... wurden neue Technologien zur Herstellung

von Geweben entwickelt und prämiert

Die Schweiz gehört zu den am frühesten industrialisierten Ländern. Wie in England begann die Industrialisierung bei der Textilherstellung, deren Mechanisierung führte zum Aufbau der Maschinenindustrie und der Chemischen Industrie.

20,6,123,70,2
600,600,60,1,3000,5000,25,800
90,150,1,70,12,30,50,1,70,12,1,50,1,1,1,5000
Caspar Honegger war das fünfte Kind von Regula und Salomon Honegger.
Kaspar Honegger gründet in Siebnen eine eigene Weberei.
Gründung der Maschinenfabrik und erste Eigenkonstruktion des "Honegger Webstuhls".
Umzug der mechanischen Werkstatt nach Rüti in die Joweid.
Eine Zahnradbahn verbindet die Fabrik in der Joweid mit dem Bahnhof Rüti.
Die Firma "Caspar Honegger" wird in die Aktiengesellschaft "Maschinenfabrik Rüti AG, vormals Caspar Honegger" umgewandelt.
Eine lebhafte technische und kommerzielle Entwicklung setzt ein. Die ersten Jacquard-Maschinen werden gebaut.
Der erste einschützige Spulenwechel-Automat ( System Nordtrop) für einschützige Baumwollgewebe wird durch Rüti hergestellt.
Beim Ausbruch des Krieges wird beinahe ein Viertel der Belegschaft von 1566 Mann aufgeboten. Die Leitung unterlässt nichts, um die Beschäftigung aufrecht zu erhalten.
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Caspar Honegger

Caspar Honegger war das fünfte Kind von Regula und Salomon Honegger. Bereits als Siebenjähriger arbeitete er in der Spinnerei seines Vaters, war im Alter von 15 Jahren Vorarbeiter und mit 17 Jahren technischer Leiter des Familienbetriebs. Zusammen mit seinem Bruder Heinrich wurde Caspar Honegger 1827 die Leitung der Fabrik im Widacher (einem Ortsteil von Rüti) anvertraut, und 1834 erfolgte in Siebnen die Eröffnung einer Baumwollweberei mit 50 aus England gelieferten Webstühlen.

1841 erfand Honegger einen neuartigen Webstuhl für die Baumwoll- und Seidenweberei, den nach ihm benannten „Honegger-Stuhl“: Die aus England gelieferten Maschinen hatten seinen Ansprüchen nicht genügt. Er erweiterte den Betrieb in Siebnen um eine mechanische Werkstatt zur Herstellung des von ihm entwickelten Webstuhls.

Fabrikareal Joweid in Rüti

Mit Ausbruch des Sonderbundskriegs verlegte Honegger seine Werkstätten aus dem katholischen Siebnen in zwei Nächten ins protestantische Rüti in sein Werk Joweid, benannt nach einer Wiese am gleichnamigen Fluss. Danach setzt die Firma als „Caspar Honegger, Maschinenfabrik Rüti“ den aus Siebnen verlagerten Produktionsbetrieb fort.

Der späteren Maschinenfabrik Rüti AG folgte 1848 die Gründung von Spinnereien und Baumwollwebereien in Einsiedeln, Kottern (Kempten (Allgäu), erste Spinnerei und Weberei im Allgäu), Nuolen, Wangen, Lachen, Thusis und Baldenstein. Im Alter von 60 Jahren übertrug Honegger die Firmenleitung weitgehend seinen Söhnen und Schwiegersöhnen. Seine Webmaschinen fanden weiterhin zahlreiche Abnehmer, und 1870 waren weltweit 30000 Webstühle verkauft. Die rund 60 wertvollsten Stücke aus der ehemaligen Webmaschinensammlung der Familie Honegger werden seit April 2010 in der historischen Textilfabrik Neuthal bei Bäretswil ausgestellt..

Honegger Webstuhl

Auf der Suche nach Verbesserungen an den Honeggers Meinung nach mangelhaften Maschinen aus englischer Produktion erreichte er 1840 mit der Erfindung des sogenannten Honegger-Schlags eine wesentliche Beschleunigung des Webvorgangs, indem er die Geschwindigkeit des Fadeneintrags wesentlich erhöhen konnte. Bei der Webmaschine Baujahr 1860 waren es etwa 100 Schuss/min; geeignet war dieser Typ für leichte Baumwollgewebe bis 90 cm Breite.Von seinem Erfolg bei der Herstellung von Einzelmaschinen inspiriert, begann Caspar Honegger 1842 mit der Serienproduktion von Webmaschinen in Siebnen. Zwanzig Jahre später waren bereits 30.000 der Honegger Webstühle verkauft, bis zur Produktionseinstellung sollten es rund 500.000 werden.

Verdienste

Honeggers Erfindungs- und Unternehmensgeist dürfte wesentlich zum Aufschwung der Weberei in Europa beigetragen haben. Seine Webstühle erhielten verschiedene internationale Auszeichnungen und sein hohes Ansehen brachte ihm die damals höchste Ehrenbezeigung: 1878 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt.

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lupe klein

Der Aufbau der Industrie und der Eisenbahnen erforderte grosse Geldmittel, Banken und Versicherungen fanden ein weites Betätigungsfeld. Die Kehrseite der enormen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen waren im 19. Jahrhundert verbreitete Massenarmut, Kinderarbeit, Hungersnöte, Arbeitskämpfe, Alkoholprobleme, Auswanderung usw.

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